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Linux als Desktop – Teil 1

So – langsam ist es so weit. Windows kotzt mich von Tag zu Tag mehr an. Nicht zuletzt weil ich eine nicht unerhebliche Zeit meines Tages damit verbringe Windows am Laufen zu halten. Auch weil ich mir Tools installieren muss um Lücken zu schliessen, die ohne Windows gar nicht da wären. Aktuell sind es Virenscanner und Firewall die mich seit ein paar Wochen wieder einiges an Nerven kosten. Aber egal – es geht mir eigentlich jetzt nicht darum über Windows abzulästern, denn die Nachteile kennen wir nun wirklich alle.
Ich will mich nun endlich dran wagen und mit einer Übergangsphase mit Dualboot, die wohl zugegebenermaßen einige Zeit dauern wird, auf Linux im Desktopbetrieb umzusteigen. Das ganze wird allerdings nicht ganz problemlos werden. Letztlich ist die Zielsetzung in einem Zeitraum X der wohl noch zu definieren ist alles unter Linux machen zu können was ich machen muss und idealerweise noch einiges mehr.

Das erste Problem, das es nun zu lösen gilt, ist ein Hardwareproblem. Seit kurzem setze ich unter Windows einen Raid-5-Controller von Promise ein. Dieser wird unter Linux nach momentanem Wissenstand nicht lauffähig sein, da er schlichtweg zu billig ist. Ein „richtiger“ Hardwarecontroller wäre wohl kein Problem, das ist aber in dieser Preisklasse leider nicht zu erwarten. Es handelt sich übrigens um den hier.

Die Momentan brauchbare Alternative aus meiner Sicht ist ein Software Raid-1 unter Linux (und unter Windows). Ich weiß nur leider überhaupt nicht ob das im Dualboot so funktioniert. Ich vermute ja, dass sich Linux und Windows hier in die Quere kommen, aber das versuche ich gerade in Erfahrung zu bringen.

Als Distribution soll dann übrigens Ubuntu zum Einsatz kommen. Ubuntu gefällt mir aus mehreren Gründen ganz gut:

  • Es hat seinen Ursprung in Debian, meiner bevorzugten Server-Distribution
  • Es ist bei und nach der Installation so komfortabel wie ich es mir von einem Desktop-OS erwarte

Die langfristige Zielsetzung ist auch hier irgendwann gar keinen Windows-Rechner mehr laufen zu haben (evtl. abgesehen von einem Spielerechner zum abreagieren *g*). Das schließt dann auch ein, dass meine Freundin mit Linux arbeiten kann – hier sehe ich mit Ubuntu gute Chancen, aber den Umstieg auf eine andere Distri kann man wohl ohnehin nicht ausschließen.

Die aktuelle stable Version von Ubuntu ist 5.10 und es gibt eine Beta 6.06 (Dapper) die im Juni als Final erscheinen soll. Hier gilt es noch abzuwägen ob’s Sinn macht die Beta schon zu installieren und dann auf Final upzudaten oder doch lieber die 5.10 und dann komplett updaten.

Fazit:

Es gibt aktuell 2 Action-Items bevor’s weiter gehen kann:

  1. Raid-Frage klären
  2. Versions-Frage klären

ich halte Euch auf dem laufenden…

  1. 14. Mai 2006, 15:10 | #1

    ups – da war doch glatt der Beitrag doppelt – behoben!

  2. 15. Mai 2006, 11:02 | #2

    Zum testen von Linux und auch wenn man noch auf Windows angewiesen ist finde ich Linux unter VMWare um einiges eleganter als Dual-Boot. So kann man doch etwas mehr mit Linux rumtesten, weil man es nebenher machen kann und nicht immer den Rechner neustarten muss. Der VMWarePlayer ist kostenlos und es gibt auch fertige Ubuntu VMWare Images. So kann man sehr schnell einsteigen.

  3. 15. Mai 2006, 15:19 | #3

    danke für den Tipp! Da hätt ich aber auch wirklich mal früher draufkommen können. Mittlerweile läuft Ubuntu Breezy schon als Dualboot, aber ich werd definitiv nochmal über VMWare nachdenken, denn Du hast auf jeden Fall Recht, dass rumprobieren parallel einfach besser geht.

  4. borkenkaefer
    20. Mai 2006, 14:42 | #4

    warum nicht gleich _ganz_ auf linux umsteigen? das erspart viel „angewöhnungszeit“. was gibt es denn unter windows, was du unter linux nicht machen kannst? vielleich kann ich ja helfen?

    langjähriger linux-benutzer, der durch testen der blog-suche von google auf diesen blog gestossen ist.

  5. borkenkaefer
    20. Mai 2006, 14:50 | #5

    und noch etwas… wie kommst du darauf, dass der promise controller nicht unterstützt wird?
    siehe hier: http://www.promise.com/support/download/download2_eng.asp?productID=124&category=compatibility&os=100

    mit dem neusten kernel (oder dem kernel von ubuntu) sollte der controller ohne probleme funktionieren. hast du schon mal google gefragt? auf die schnelle habe ich folgendes gefunden: http://www.linuxforums.org/forum/debian-linux-help/12741-problem-installing-promise-fasttrak-s150-sx4-2-4-2-6-7-a.html

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