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Dedicated Server ohne Abzocke?

Gibt’s die noch? Also ich meine so ganz normal ohne Megasuperduperbillig und trotzdem Transparenz?

Ich bin derzeit bei einem vermeindlichen Billigprovider. Grundsätzlich ein gutes Angebot. Man hörte in der Vergangenheit sehr viel schlechtes über diese Firma und ich war unsicher ob es eine gute Entscheidung sein würde. Doch ich bin grundsätzlich zufrieden. Ausfälle begrenzen sich in über einem halben Jahr auf ein Minimum (nur die Leitung), die Hardware scheint 1a in Ordnung zu sein (bisher kein einziger Reboot nötig, sonst keine unerklärlichen Phänomene wie ich sie schon vielfach bei anderen Anbietern hatte) und sowohl die Performance des Servers als auch die der Leitung sind sehr okay.

Nein, Netzblogger.com läuft nicht auf diesem Server. Nur um etwaige Verwunderungen über die schlechte Performance des Blogs direkt aufzuklären :)

Zurück zum Thema: Ich nutze den größte Server des Anbieters. Die kosten dafür liegen bei ~150€ für jeden Monat. Das ist viel Geld, allerdings ist da auch noch einiges an Performance übrig, was man nutzen könnte. Ja könnte, denn ich kann es nicht. Warum? Ganz einfach: Auf dem Server läuft Plesk. Ja ich weiß, nun werden viele schreien, dass es Spielzeug wäre und unnütz – für mich ist es ein einfacher Weg Domains/Mailaccounts, etc. ordentlich zu verwalten ohne dadurch zu viel Zeit zu binden oder performance zu verlieren. Speziell mit Plesk 8 bin ich sehr zufrieden. Beim Server inklusive war (wie meist bei Plesk) eine 30-Domain-Lizenz. Von anderen Providern kenne ich nun die übliche Handhabe, dass auf Anfrage die Lizenz entweder kostenlos oder gegen einen geringen Monatsaufschlag auf 100 Domains ausgeweitet wird. Ebenso werden normalerweise zusätzliche IP-Adressen für geringe Einmal- oder Monatsgebühren zugewiesen.

Bei meinem Provider ist beides leider Fehlanzeige. Weder zusätzliches Domainpotential für Plesk noch zusätzliche IP-Adressen will man mir geben. Ich habe also nun einen Server der es aufgrund seines Leisstungspotentials schaffen würde hunderte von durchschnittlichen Webprojekten zu beherbergen, der aber leider aus Lizenzgründen daran gehindert wird.

Ich habe mich für diesen Anbieter übrigens trotz der schelchten Kritik entschieden, da er einer der wenigen war, der mir kurze Vertragslaufzeiten und einen Server mit hoher Leistung zum fairen Preis anbot.

Nach dieser Enttäuschung (Plesk-Lizenz, IP-Adressen) mache ich mich nun gerade auf der Suche nach einem neuen Provider und muss (um auf die Überschrift des Beitrags zurückzukommen) nur den Kopf schütteln über die Geschäftspolitik deutscher Provider. Dazu schreibe ich aber in einem anderen Artikel mehr, damit das hier nicht zu viel wird.

Auf jeden Fall bin ich stinksauer…

[tags]provider,server,vertragslaufzeit,abzocke,unflexibel[/tags]

  1. Stephan
    20. November 2006, 20:07 | #1

    Hi Netzblogger,
    Plesk ist eine tolle Software, und ohne ihr würde ich auch meinen Server kaum verwalten können, aber wenn dir die Lizenz nicht ausreicht gibt es auch eine Open Source Alternative: Webmin. Das User Interface sieht meiner Meinung nach unkomfortabler aus aber es soll gut funktionieren.

    Wen du dir die Software mal anschauen möchtest: http://www.webmin.com/

    Ansonsten kann ich nur sagen falls du deinen Provider wechseln möchtest gehe bloß nicht zu 1und1. Ich habe bei denen zwar nur einen vServer aber den kann man einfach nur als absolut unfertiges Produkt ansehen. Der noch nicht einmal genug Resorcen hat um die Grundfunktionen des Servers einwandfrei laufen zu lassen.

    Bye Stephan

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