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Das deutsche Fernsehen ist tot

Viel besser als Oliver Kalkofe bei SPON hätte ich’s auch nicht sagen können:

Unser Fernsehen ist am Ende. Beim Versuch, es allen recht zu machen, auf riskante Innovationen zu verzichten und einfach die Erfolge der restlichen Welt zu kopieren, ist das deutsche Fernsehen versehentlich mit dem Hintern an den Knopf für den Selbstzerstörungsmechanismus gekommen.

und weiter…

Gab es einstmals zwischen Fernsehanstalt und Publikum eine Art unausgesprochene Vereinbarung für eine direkt oder indirekt bezahlte Entertainment-Dienstleistung, herrscht auf Seiten der Sender heute die Geschäftsmentalität eines Dönerbuden-Besitzers, der heimlich zwölf Jahre altes Gammelfleisch auf den Drehspieß packt: Bloß nicht erwischen lassen! Solange keiner merkt, was er frisst, und niemand daran stirbt, ist es auch nicht wirklich illegal.

um irgendwann mal wieder aus diesem Schlamassel rauszfinden brauchen wir:

  • eine ordentliche Medienaufsicht
  • klare Vorschriften wer was darf und was nicht
  • innovative Vermarktungsideen statt Massenwerbung

Außerdem müssen endlich die sinnlosen GEZ-Gebühren weg. Sollen die ÖR selber zusehen woher sie ihr Geld bekommen – das machen sie ohnehin schon. Mittlerweile werden auch dort Sendungen durch Werbung unterbrochen. Für PayTV schlicht eine Frechheit.

[via Sitelounge]

[tags]tv,fernsehen,kritik,oliver kalkofe,spon[/tags]

  1. 3. Januar 2007, 15:04 | #1

    Die von Kalkofe kritisierten Shows laufen ausschließlich auf den privaten Sendern, die sich nicht über die GEZ finanzieren.
    Den ÖR kann man i.Ü. eine wesentlich besser Qualität bescheinigen, als den Privaten.
    Hilfreich wären kritischere Zuschauern, die nicht jeden Müll anschauen.
    Richtiges PayTV wäre hierbei sinnvoll – wenn der Zuschauer für jede Sendung separat zahlen müsste, würde er mit Sicherheit viel genauer abwägen, für was er sein Geld ausgiebt.

  2. 3. Januar 2007, 15:17 | #2

    Den ÖR mag man zwar eine höhrere Qualität bescheinigen können. Von einem guten Preis/Leistungs-Verhältnis kann man meines Erachtens jedoch immer noch nicht sprechen.

  3. 7. Januar 2007, 15:15 | #3

    Die Qualität des ÖR ist höher als die der Privaten. Andererseits sollte man endlich mal überlegen, was Grundversorgung heißt. Brauchen wir tatsächlich fünf ÖR-Programme (TV), die Landesanstalten, die Radioprogramme? Alle? Müssen wir unbedingt die WM, Ol*mpiade… ohne Werbung sehen können? Und der Mutantenstadl? Brauchen wir das alles? Und brauchen wir das alles zu dem Preis?
    Ich muss gestehen, ich habe keinen Fernseher, ich schaue mir den ganzen Blödsinn auch nicht per Internet an. Für mich wäre die Vollverschlüsselung die beste Lösung. Aber ich würde auch meinen Teil zu einer guten, abgespeckten Lösung beitragen. So wie’s jetzt ist, allerdings nicht.

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