Der Netzblogger zeigt sich mal wieder in neuem Gewand. So ganz neu sieht das Gewand aber für treue Netzblogger-leser nicht aus. Es ist das Gewand des ersten selbst gemachten Netzblogger-Designs aus dem letzten Jahr. Allerdings nur angelehnt daran. Diesmal basiert das Design auf dem hervorragenden K2 von Michael Heilemann. Einige Plugins wurden auch auf den neuesten Stand und Wordpress auf Version 2.1 aktualisiert.
Kurz vor der Geburtstagsfeier (15. Februar) gibt’s also hier nochmal eine kleine Auffrischung.
Ich hoffe diese äußerliche Auffrischung wirkt auch inhaltlich und ich schaffe es hier öfter mal was zu schreiben in nächster Zeit. Kommt Zeit kommt Blogbeitrag.
Ich habe Galileo (Pro Sieben) eigentlich immer geschätzt. Heute haben die Damen und Herren aus Unterföhring mal wieder den Vogel abgeschossen.
Thema: Elektrosmog.
Da wird behauptet leere (nicht benu tzte) Steckdosen würden Strahlen, der Wünschenrutenläufer Fachmann in der Sendung erzählt was von 4,5 Volt / Meter und andere Frechheiten. Zudem wird selbstverständlich behaputet der sogeannten Elektrosmog wäre stark gesundheitsgefährdend und Gegenstände wie Funktelefone und Handys sind ohnehin böse und gehören am besten immer ausgeschalten.
Sowas macht mich ärgerlich. Ein kleiner Blick in die Wikipedia und die zugehörige Diskussion hätte gezeigt, dass die Sache so deutlich auf keinen Fall ist und eine kurze Suche bei Google hätte ergeben, dass der Pseudofachmann in der Sendung nur Mist erzählt.
Dummerweise glaubt ein großer Teil der Zuschauer solchen Mist. Für mich ist Galileo erstmal wieder gestorben. Das angegliederte Galileo Mystery ist natürlich der Gipfel der Frechheit und hat mir die Lust an der Sendung ohnehin schon verdorben.
[tags]tv,pro7, pro sieben, galileo, luegen[/tags]
Wolfgang Hagen, Leiter der Abteilung Kultur beim Deutschlandradio Berlin, Medientheoretiker und Radiohistoriker beim ZDF Nachtstudio:
“Das Blogphänomen ist ein gänzlich unbegriffenes. Da schreiben Menschen ihr Privatleben in Tagebüchern in’s Internet und andere lesen es”.
Stimmt, Herr Hagen, begriffen haben Sie’s nicht.
Frau Christiane zu Salm (9Live, MTV, etc.) aber ebensowenig wie Herr Norbert Bolz (Medienwissenschaflter) und der Moderator, Paul Volker Panzer. Schade – das Diskussionsthema war eigentlich nicht schlecht, die Runde durchaus eine illustre. Leider haben sie allesamt vom Thema Internet nicht sonderlich viel Ahnung.
[tags]tv,zdf,nachtstudio, christiane zu salm, norbert bolz, wolfgang hagen[/tags]
Es ist schon eine Sauerei wofür wir GEZ-Gebühren zahlen müssen. Andrea Kiewel wird dabei nicht müde ihren Diät-Sponsor zahlreiche Mal bei Kerner zu erwähnen und anschließend auch noch frech zu behaupten, dass sie dort “ganz normaler Kunde” sei.
BlogmedienTV hat den Betrug glücklicherweise aufgedeckt. Spread the words.
Hier geht’s zum Artikel inkl. Videobeitrag von BlogmedienTV: http://www.blogmedien.de/?p=698
[tags]tv,fernsehen,zdf, schleichwerbung,werbung,betrug,gez[/tags]
Wann unternimmt da eigentlich mal jemand was dagegen? Wo sind die Kontrollinstanzen? Wie viel kassieren die Landesmedienanstalten dafür, dass die alle ihre Augen gleichzeitig zudrücken?
Betrugsalltag auf 9Live
[tags]tv,fernsehen,9live,gameshow,callin[/tags]
Das Sturmtief Kyrill zieht über Deutschland. Für heute und morgen wurden Sturm und Sturmflutwarnungen teilweise für ganz Deutschland ausgerufen. Bürger werden gebeten ihre Häuser nicht zu verlassen.
Soeben wurde verkündet, dass die Schulen in Bayern ab heute Mittag geschlossen werden um die Schüler nicht auf dem Nachhauseweg zu gefähden. Auf dem Brocken und an der Nordseeküste ist das Bild seit heute morgen schon verherend.
[flash]http://www.youtube.com/watch?v=Kz2iwlFDorc[/flash]
[tags]sturm,deutschland,kyrill, wetter, video, tv, fernsehen, n24[/tags]
Nicht nur mir, sondern auch den Machern selbst geht der Inhaltlose TV-Abfall offenbar rückwärts den Darm hoch.
Stefan Niggermeier – auf dem besten Weg mein Lieblingskritiker zu werden – berichtet über die Visionen von RTL-Chefin Anke Schäferkordt.
Danke, Stefan!
[tags]tv,fernsehen,rtl,visionen,zukunft[/tags]
Das schlimme ist, dass solche “Journalisten” immer noch sehr viel gehört finden. Die Reaktionen auf seinen Artikel jedoch sprechen Bände.
Sehr geehrter Herr Broder,
nicht das Internet macht doof sondern die herkömmlichen Medien. Das Internet ermöglicht mir selbst zu entscheiden was ich konsumieren will oder nicht. Selbst bei noch so viel vorhandenen Fernsehsendern, habe ich diese Wahl leider nicht, da ich an allen Ecken vollgestopft werde mit unwahren und verfälschten Informationen. Beispiele dafür gibt es zahlreiche. Allesamt auf Bildzeitungsniveau.
Ich vermag nicht über Verschwörungstheorien zu urteilen, denn ich weiß schlussendlich nicht ob sie wahr sind oder nicht. Menschen die dies jedoch ohne es selbst besser zu wissen (und ich rede dabei nicht von journalistischen Vermutungen sondern von echtem Wissen) strikt verneinen sind mir gänzlich suspekt. Damit zählen ich Sie zu dem Personenkreis der mir in den ‘alten Medien’ die Informationen *räusper* ‘aufbereitet’. Einer der dafür sorgt, dass ich nur das zu hören bekomme was ich hören soll – am besten ablenkenden Boulevardkram wie die Beispiele die sie selbst gegen die heutige Gesellschaft aufführen: Daniel Kübelböck und Henrico Frank würde es ohne ‘alte Medien’ gar nicht geben. Beide wurden über TV und Boulevard-Print-Presse gepusht. Über die herkömmlichen Internetkanäle habe ich jedenfalls nicht von den beiden erfahren sondern nur nachträglich bei äußerst fragwürdigen Onlineausgaben von Print- TV, und Radio gehört/gelesen.
Schade, dass man in der heutigen Zeit immer noch konservativen Menschen wie ihnen die Möglichkeit gibt ihre geistigen Ergüsse in Medien mit großer Reichweite kund zu tun. Ich hoffe sie lassen’s bald bleiben.
Für alle die nicht wissen wovon ich rede: davon (via Thomas Knüwer)
[tags]medien,internet,alte medien[/tags]
Pro Sieben sendet gerade – parallel zu diesem Beitrag – heute zum ersten mal “Liebe isst…” ein kleiner Liebesdating-Quickie, den man mal eben zwischen Galileo und News gepackt hat.
Leider ist die Qualität ähnlich gut wie das was sonst in letzter Zeit so aus Unteföhring kam.
Kurz zu Inhalt der Sendung: Vier erfahrene Singles laden ein Singlemädchen ein. Das Mädchen darf also vier mal (offenbar innerhalb einer Woche?) zu vier unterschiedlichen Kerlen zum Kennenlern-Liebesdinner. Während man den ersten der Jungs bei den Kocheinkäufen und -vorbereitungen beobachten kann, lästern die anderen auf niedrigem Niveau über ihn ab. Ebenso niedrig und künstlich gestellt ist die Anziehberatung der besten Freundin des Girls der Woche.
Fazit: Zum Glück dauert der Mist nur 15 30* Minuten – hoffentlich ist bald wieder ganz Schluß damit. Lieber wieder 15 Minuten mehr Galileo.
*Korrektur: Offenbar hat Pro7 seine Nachrichten auch noch abgeschafft – auch gut – hatten ohnehin wenig informatives.
[tags]fernsehen, tv, pro7, pro sieben, liebe isst[/tags]
Viel besser als Oliver Kalkofe bei SPON hätte ich’s auch nicht sagen können:
Unser Fernsehen ist am Ende. Beim Versuch, es allen recht zu machen, auf riskante Innovationen zu verzichten und einfach die Erfolge der restlichen Welt zu kopieren, ist das deutsche Fernsehen versehentlich mit dem Hintern an den Knopf für den Selbstzerstörungsmechanismus gekommen.
und weiter…
Gab es einstmals zwischen Fernsehanstalt und Publikum eine Art unausgesprochene Vereinbarung für eine direkt oder indirekt bezahlte Entertainment-Dienstleistung, herrscht auf Seiten der Sender heute die Geschäftsmentalität eines Dönerbuden-Besitzers, der heimlich zwölf Jahre altes Gammelfleisch auf den Drehspieß packt: Bloß nicht erwischen lassen! Solange keiner merkt, was er frisst, und niemand daran stirbt, ist es auch nicht wirklich illegal.
um irgendwann mal wieder aus diesem Schlamassel rauszfinden brauchen wir:
-
eine ordentliche Medienaufsicht
-
klare Vorschriften wer was darf und was nicht
-
innovative Vermarktungsideen statt Massenwerbung
Außerdem müssen endlich die sinnlosen GEZ-Gebühren weg. Sollen die ÖR selber zusehen woher sie ihr Geld bekommen – das machen sie ohnehin schon. Mittlerweile werden auch dort Sendungen durch Werbung unterbrochen. Für PayTV schlicht eine Frechheit.
[via Sitelounge]
[tags]tv,fernsehen,kritik,oliver kalkofe,spon[/tags]
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